Eisige Mission: Sprengstützpunkt Hausruckviertel übt den Ernstfall

Die anhaltende Kältewelle zu Beginn des Jahres 2026 ermöglichte eine seltene und technisch anspruchsvolle Ausbildung: Am 9. Jänner trainierte der Sprengstützpunkt Hausruckviertel das kontrollierte Eissprengen.

Historischer Auftrag im Fokus

Das Sprengen von Eisflächen gehört zu den ursprünglichen Einsatzszenarien, für die die Sprengstützpunkte in Oberösterreich einst ins Leben gerufen wurden. Durch die langanhaltenden Minusgrade waren viele Gewässer im Bezirk fest zugefroren – die perfekte Bedingung, um dieses Handwerk unter realen Bedingungen zu beüben.

Präzision auf dem gefrorenen Gewässer

Auf einem abgesperrten Firmenareal fanden die Einsatzkräfte eine Eisstärke von rund 15 Zentimetern vor. Unter der fachkundigen Leitung von 12 Mitgliedern des Stützpunktes wurden insgesamt sechs gezielte Sprengungen durchgeführt.

Dabei testeten die Spezialisten verschiedene Verfahren und Ladungsmengen:

  • Aufliegerladung: Sprengstoff direkt auf der Eisoberfläche.
  • Eingeschwommene Ladung: Platzierung direkt unter dem Eis.
  • Abgehängte Ladung: Positionierung in einer definierten Tiefe im Wasser.

Ziel der Übung war es, die unterschiedlichen Wirkungsweisen der Ladungen auf das Eis genau zu analysieren. So können im Ernstfall – etwa bei drohenden Eisstößen an Brücken oder Wehranlagen – schnelle und sichere Entscheidungen getroffen werden.

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